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Alles über Blumenwiesen

Allgemeines über Blumenwiesen

Rasen ist eine durch häufigen Schnitt und oft auch durch intensive Nutzung gleichmäßig niedrige, geschlossene, von Gräsern beherrschte, ausdauernde Pflanzengemeinschaft. Voraussetzung für seine Entstehung und Erhaltung sind regelmäßiger Schnitt, Düngung, Bekämpfung unerwünschter Kräuter, Moose und Rasenkrankheiten. Im Gegensatz hierzu ist die Wiese (bestehend aus Gräsern, Blumen und Kräutern) eine ausdauernde Pflanzengemeinschaft, in der zahlreiche Kräuter und Gräser genügend Zeit haben, ihre Entwicklung bis zur Samenreife abzuschließen, bevor sie abgemäht werden. Die Wiese bietet außerdem vielen Tieren, insbesondere Insekten, Nahrung und Lebensraum.

Die Artenzusammensetzung der Wiesenbestände ist bei extensiver Pflege gesetzmäßig durch den Standort geprägt. Blumenwiesen sind so zusammengestellt, dass sie ökologisch allen Landesteilen gerecht werden. Welche ausdauernden Blumen und Kräuter in der endgültigen Narbe vorhanden sein werden, ist von mehreren Faktoren, wie Standort, Klima, Licht, Schnitthäufigkeit, Bodenbeschaffenheit etc. abhängig. Optimal für die Neuanlage artenreicher Blumenwiesen sind gewachsene, nährstoffarme (vor allem stickstoffarme) und kalkreiche Böden mit einem ph-Wert um 6,5. Bei ph-Werten unter 6,5 empfiehlt sich eine Aufkalkung mit Naturkalk in Verbindung mit einer Grunddüngung von ca. 50 g/m2 Thomaskali. Bei ph-Werten über 6,5 wird lediglich die Grunddüngung empfohlen. Für Böden, die von Natur aus niedrigere ph-Werte (5,0) aufweisen, feucht, trocken oder sandig sind, gibt es spezielle Mischungen, die entsprechende heimische Arten enthalten (siehe WSG-Mischungen weiter unten).

Neuanlage von Blumenwiesen

Die Aussaatfläche sollte ebenflächig und gut abgesetzt sein. Wenn der anstehende oder aufgeschüttete Kulturboden stark verunkrautet ist, ist es sinnvoll, die Fläche vor der Aussaat einige Wochen ruhen zu lassen, damit Unkräuter keimen und vor der Blumenwiesenaussaat entfernt werden können. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Blumen- und Kräutersamen genügend Platz haben, sich zu entwickeln und dass die Konkurrenz um Bodenwasser geringer ist. Bei der Aussaat von Blumenwiesen ist darauf zu achten, dass das Saatgut vor der Aussaat gut durchmischt und danach nur schwach mit Erde bedeckt wird. Die Aussaatzeit erstreckt sich von April bis September. Bei Frühjahrs- oder Sommeraussaaten ist zu beachten, dass die Fläche ca. acht Wochen stets feucht gehalten wird, damit eine sichere Etablierung der Blumen und Kräuter gewährleistet ist.

Mähen von Blumenwiesen

Der erste Schnitt von Blumenwiesen sollte ca. acht bis zehn Wochen nach der Ansaat vorgenommen werden, um starkwüchsige Arten zurückzudrängen und den langsamwüchsigen Arten bessere Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen. Bei Ansaaten im Frühjahr oder Sommer werden weitere Schnitte alle zwei bis drei Monate durchgeführt, d. h. im Ansaatjahr insgesamt ca. vier Schnitte. Bei Herbstaussaaten ergeben sich demzufolge im Ansaatjahr etwa ein bis zwei Schnitte. Ansonsten werden Blumenwiesen jährlich ca. ein- bis zweimal gemäht (Juni und September). Grundsätzlich ist ein Reinigungsschnitt im Herbst erforderlich, um die Artenvielfalt zu erhalten.

WSG Mischungen

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Grasgrundmischung Ia
trocken-sauer

GF 901 69901 3,0

Gräsergrundmischung Ia, für trockene bis frische Böden im sauren bis neutralen ph-Wert-Bereich z. B. Sedo-Sclerantheatea, Nardo-Callunetea, Festuco-Cynosurentum.
Diese Mischung dient als Gräsergrundmischung zu den WSG-Kräutermischungen: Steppenrasen-Sandmagerrasen, Dachrasen (je nach Substrat), Hecken und Waldschatten (nach Bodenreaktion) sowie bei Frischwiese auf trockeneren Standorten. Die Mischung enthält u.a. folgende Arten: Geruchgras, Zittergras, Silbergras, Borstgras, Glanzlieschgras, Feinblättriger Schwingel.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Grasgrundmischung Ib
trocken-alkalisch

GF 903 69903 3,0

Gräsergrundmischung Ib, für trockene bis frische Böden im alkalischen Bereich ph-Wert > 7, z.B. Festuca-Brometa.
Diese Mischung dient als Gräsergrundmischung zu den WSG-Kräutermischungen: Kalkmagerrasen, Dachrasen (je nach Substrat), Hecken und Waldschatten (nach Bodenreaktion). Die Mischung enthält u.a. folgende Arten: Geruchgras, Wiesenhafer, Zittergras, Aufrechte Trespe, Kammerschmiele, Goldhafer.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Grasgrundmischung IIa
frisch-feucht

GF 906 69906 3,0

Gräsergrundmischung IIa, für frische bis feuchte Lagen.
Diese Mischung dient als Gräsergrundmischung zu den WSG-Kräutermischungen: Frischwiese, Feuchtwiese und Sumpf. Die Mischung enthält u.a. folgende Arten: Hundsstraußgras, Wiesenfuchsschwanz, Flaumhafer, Zittergras, Geruchgras, Weiche Trespe, Honiggras.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Grasgrundmischung IIb
feucht

GF 908 69908 3,0

Gräsergrundmischung IIb, speziell für Uferbereiche, und z. B. Rückhaltebecken mit konstantem Wassereintrag.
Diese Mischung dient als Gräsergrundmischung zu den WSG-Kräutermischungen: Ufer, Sumpf. Die Mischung enthält u.a. folgende Arten: Weißes Straußgras, Rispensegge, Rasenschmiele, Rohrschwingel, Wasserschwaden, Rohrglanzgras, Sumpfrispe.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Gräser für Blumenwiese

GF 995 69995 2,5

Gräser für Streuobstwiese

GF 990 69990 3,0

Gräser für Böschung

GF 926 69926 3,5

Gräser für Straßenbegleitgrün

GF 974 69974 3,5

Gräser für Parkplätze/Kräuterrasen

GF 966 69966 4,0

Kräutermischung ohne Gräser

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Blumenwiese

GF 996 69996 2,5

Hecken- und Waldschatten
für Waldrandbereiche und Gebüschsäume

GF 971 69971 1,6

Sandmagerrasen
für leichte, eher saure Böden, die zur Austrocknung neigen

GF 921 69921 1,2

Steppenrasen - Sandmagerrasen für leichte, eher saure Böden, die zur Austrocknung neigen.
Diese Mischung ist für leichte Böden, die zur Austrocknung neigen und deren pH-Werte im Bereich von ca. 4,5 bis 6,5 liegen, geeignet. Mit über 30 verschiedenen Arten ist diese Mischung ebenfalls sehr artenreich und kann bis zu einer Höhe von ca. 400 m ü.NN, also eher im Bereich der norddeutschen Tiefebene und den Vorgebirgslagen verwendet werden. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung Ia für trockene Lagen. Die dominierenden Arten sind dabei: Schafgarbe, Rainfarn, Wilde Möhre, Heidenelke, Johanniskraut, Leimkraut, Pechnelke, Nachtkerze, Origanum, Gemeine Braunelle, Quirlblättriger Salbei, Seifenkraut, Knöllchensteinbrech, Sandthymian u.a.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Dachrasen
für Begrünung von Dachflächen

GF 981 69981 1,2

Kalkmagerrasen
für trockene, nährstoffarme, alkalische Böden

GF 911 69911 1,5

Kalkmagerrasen, für trockene, nährstoffarme, alkalische Böden.
Diese Mischung ist für trockene, nährstoffarme alkalische Böden mit einem ph-Wert ab 6,5 geeignet. Sie ist die WSG-Mischung für eine artenreiche Blumenwiese. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung Ib für trockene Lagen. In dieser Saatgutmischung sind ca. 50 Wildblumen vertreten, z. B.: Odermennig, Wundklee, Kalkaster, Knäuelglockenblume, Skabiosenflockenblume, Karthäusernelke, Echtes Labkraut, Dürrwurz, Ackerwachtelweizen, Origanum, Große Braunelle, Knolliger Hahnenfuß, Klappertopf, Wiesensalbei, Taubenkropfleimkraut, Wilder Thymian, Wildes Stiefmütterchen, Hauhechel u.a.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Halbtrockenrasen
für zeitweilig trockenfallende Standorte

GF 917 69917 1,5

Frischwiese
für frische bis feuchte Böden

GF 931 69931 1,9

Frischwiese, für frische bis feuchte Böden.
Diese WSG-Mischung ist für Böden vorgesehen, die mit einer sehr guten Nährstoff- und ausreichenden Wasserversorgung ausgestattet sind. Sie eignet sich für fast alle Böden unter der Voraussetzung, dass die Feuchtigkeit konstant ist. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung IIa für feuchte Lagen.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Feuchtwiese
für feuchte bis staunasse Böden

GF 941 69941 2,0

Feuchtwiese, für feuchte bis staunasse Flächen.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine WSG-Mischung, die in Gebieten eingesetzt wird, in denen ständig Feuchtigkeit vorhanden ist, also Bruchlandschaften, anmoorige und staunasse Flächen sowie in Gebieten, die durch Aufstauung von Bächen wieder zu Feuchtgebieten renaturiert werden sollen. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung IIa für feuchte Lagen. Folgende Arten sind dominant vertreten: Sumpfschafgarbe, Engelwurz, Wiesenflockenblume, Kohldistel, Mädesüß, Bärenklau, Wiesenplatterbse, Sumpfschotenklee, Kuckuckslichtnelke, Blutweiderich, Bibernelle, Wiesenknöterich, Rote Lichtnelke, Trollblume, Sumpfdotterblume u.a.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Ufer-Sumpf
für Bereiche zwischen Wasser und Land

GF 951 69951 1,5

Ufer und Sumpf, für Bereiche zwischen Wasser und Land.
Diese Mischung enthält für den Spülsaum und die Verlandungszonen der Gewässer uferfestigende, tiefwurzelnde Arten. Sie sind schnell begrünend und erosionshemmend. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung IIb für feuchte Lagen. Folgende Arten sind dominant: Froschlöffel, Knoblauchrauke, Weideröschen, Wasserdost, Mädesüß, Bachnelkenwurz, Sumpfschwertlilie, Flatterbinse, Gilbweiderich, Blutweiderich, Roßminze, Kriechender Hahnenfuß, Braunwurz, Rohrkolben, Unechter Blauderich u.a.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m²

Ufer
zur Begrünung feuchter-nasser Uferzonen

GF 947 69947 1,5

Sumpf
für nasse z.T. zeitweise überflutete Flächen

GF 957 69957 1,5

Streuobstwiese
für Wiesen mit lockerem Obstbaumbestand

GF 991 69991 2,0

Böschungen
artenreiche Mischung an Böschungen für alle Lagen

GF 927 69927 1,5

Straßenbegleitgrün
artenreiche Mischung für Verkehrswege

GF 976 69976 1,5

Wärmeliebender Saum / Bienenweide
blüten-/florenreiche Mischung für Südlage und Insektennahrung

GF 978 69978 2,0

Parkplatz / Kräuterrasen
für Behelfs- und Wanderparkplätze

GF 967 69967 1,0

Kräutermischung aus Gräsern und Kräutern

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m² mit Ansaathilfe Saatstärke g/m²

Blumenwiese

GF 998 69998 2,2 --

Hecken und Waldschatten

GF 997 69997 -- 20,0

mit Grasgrundmischung Ia (je nach ph-Wert)

GF 973 69973 2,5 --

für Waldrandbereiche und Gebüschsäum

GF 972 69972 -- 20,0

Hecken und Waldschatten, für Waldrandbereiche und Gebüschsäume.
Diese WSG-Mischung dient zur Begrünung und Artenbereicherung lichter Laubwaldböden, Waldrandbereiche und Gebüschsäume. Sie kann auch in größeren Parklandschaften bzw. Gärten eingesetzt werden. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung Ia/Ib (je nach ph-Wert) für trockene Lagen. Die WSG-Mischung besteht aus ca. 30 Arten. Dominant vertreten sind: Gelber Eisenhut, Kriechender Günsel, Knoblauchrauke, Buschwindröschen, Geißbart, Roter Fingerhut, Walderdbeere, Nickendes Perlgras, Waldflattergras, Waldschlüsselblume, Waldziest u.a.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m² mit Ansaathilfe Saatstärke g/m²

Dachrasen

GF 986 69986 2,5 --

mit Grasgrundmischung Ia (je nach ph-Wert)
für Begrünung von Dachflächen

GF 985 69985 -- 20,0

Dachrasen, für Begrünung von Dachflächen.
Diese WSG-Mischung dient zur Begrünung von Dachflächen mit Vegetationsschichten. Eine hohe Trockenheitsverträglichkeit, ein gutes Regenerationsvermögen, Bestockung, Ausläuferbildung und Selbstaussaat sowie eine geringe Wuchshöhe und Massenbildung zeichnen diese WSGMischung aus. Wir empfehlen die Aussaat in Mischung mit der Gräsergrundmischung Ia/Ib (je nach ph-Wert) für trockene Lagen. Sie besteht aus 41 Arten. Unter anderem sind folgende Arten vertreten: Dost, Echtes Labkraut, Großer Ehrenpreis, Heidenelke, Knollenhahnenfuß, Rundblättrige Glockenblume, Schafgarbe, Schnittlauch, Staudenlein, Waldthymian, Wiesensalbei etc.

Artikelbez. Art-Nr. Reinsaat Saatstärke g/m² mit Ansaathilfe Saatstärke g/m²

Kalkmagerrasen

GF 916 69916 2,5 --

mit Grasgrundmischung Ib für trockene, nährstoffarme, alkalische Böden

GF 915 69915 -- 20,0

Halbtrockenrasen

GF 918 69918 2,4 --

mit Grasgrundmischung Ib für zeitweilig trockenfallende Standorte

GF 919 69919 -- 20,0

Frischwiese

GF 936 69936 2,6 --

mit Grasgrundmischung IIa für frische bis feuchte Böden

GF 935 69935 -- 20,0

Feuchtwiese

GF 946 69946 2,6 --

mit Grasgrundmischung IIa für feuchte bis staunasse Böden

GF 945 69945 -- 20,0

Ufer-Sumpf

GF 956 69956 2,4 --

mit Grasgrundmischung IIb für Bereiche zwischen Wasser und Land

GF 955 69955 -- 20,0

Ufer

GF 949 69949 2,4 --

mit Grasgrundmischung IIb
zur Begrünung feuchter-nasser Uferzonen

GF 948 69948 -- 20,0

Sumpf

GF 959 69959 2,4 --

mit Grasgrundmischung IIb für nasse z.T. zeitweise überflutete Flächen

GF 958 69958 -- 20,0

Streuobstwiese

GF 993 69993 2,6 --

mit Grasgrundmischung für Wiesen mit lockerem Obstbaumbestand

GF 992 69992 -- 20,0

Böschungen

GF 929 69929 2,9 --

mit Grasgrundmischung artenreiche Mischung an Böschungen für alle Lagen

GF 928 69928 -- 20,0

Straßenbegleitgrün

GF 977 69977 2,9 --

mit Grasgrundmischung artenreiche Mischung für Verkehrswege

GF 975 69975 -- 20,0

Wärmeliebender Saum / Bienenweide

GF 980 69980 2,0 --

mit Grasgrundmischung blüten-/florenreiche Mischung für Südlagen und Insektennahrung

GF 979 69979 -- 20,0

Parkplatz / Kräuterrasen

GF 968 69968 1,0 --

mit Grasgrundmischung für Behelfs- und Wanderparkplätze

GF 969 69969 -- 20,0