Menü

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • Vertikutieren
  • Aerifizieren
  • Besanden
  • Nachsaat
  • Topdressing

Neben den herkömmlichen Pflegemaßnahmen wie Düngung, Schnitt und Beregnung, sind vor allem auf intensiv genutzten Rasenflächen zusätzliche Pflegemaßnahmen erforderlich, um auf Dauer eine optimale Funktionsfähigkeit zu erhalten. Geschieht dies nicht, können Oberflächenverdichtungen und Verfilzung des Rasens entstehen, was wiederum zu Störungen des Wasser- und Nährstoffhaushaltes führt, gesundes Rasenwachstum wird verhindert, Belastbarkeit, Narbendichte und Regenerationsfähigkeit gehen zurück, Verunkrautung und Krankheitsanfälligkeit nehmen zu.

Vertikutieren:
Zum Wachsen braucht Ihr Rasen Luft und Licht. Da sich im Laufe der Zeit – insbesondere wenn das Schnittgut auf der Fläche verbleibt – ein Rasenfilz aus lebendem und totem Pflanzengewebe entwickelt, sollte dieser jedes Frühjahr entfernt werden. Beim Vertikutieren wird der Rasenfilz an der Oberfläche aufgerissen, entfernt und breitblättriges Unkraut und Moos werden dezimiert. Der Luft- und Wasserhaushalt wird verbessert, die Aktivität der Bodenorganismen und damit der Filzabbau werden gefördert. Rasensportplätze sollten wenigstens 1x im Jahr vertikutiert werden während der Hauptwachstumszeit im April/ Mai. Vor dem Vertikutieren wird der Rasen kurz gemäht. Nach dem Vertikutieren muß der Auswurf entfernt werden und es sollte anschließend besandet und bei Bedarf nachgesät werden.

Aerifizieren:
Durch das Aerifizieren werden Oberflächenverdichtungen beseitigt und der Wurzelraum wird belüftet. Mit Hohlstachelgeräten werden Erdpfropfen bis zu 10 cm Tiefe ausgestochen, die abgekehrt werden müssen. Anschließend wird die Fläche besandet und gedüngt. Bei einer wirksamen Maßnahme sollten mindestens 200 Löcher/ m² hergestellt.

Besanden:
Das Besanden mit scharf gewaschenem Sand (Körnung 0/2 oder 0/3) hat als Einzelmaßnahme oder in Verbindung mit dem Vertikutieren oder Aerifizieren folgende Vorteile:

  • Unebenheiten werden ausgeglichen
  • die Bodentextur wird verbessert durch Vermischung bzw. Bodenaustausch
  • der Boden wird durchlässiger
  • die Scherfestigkeit wird erhöht

Der Sand wird eingekehrt und eingeschleppt. Bis zu 5 l/m² können je Gabe ausgebracht werden.

Nachsaat:
Wenn die Lücken in einer Rasenfläche zu groß geworden sind und sich durch Regeneration nicht mehr schließen, oder wenn der Gräserbestand durch wertvollere Arten und Zuchtsorten aufgefrischt werden soll, ist die Nachsaat erforderlich. Die Nachsaat läßt sich am besten nach Maßnahmen wie Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden durchführen. Es gibt aber auch Methoden, in eine bestehende Rasenfläche ohne Vorarbeiten einzusäen (z.B. Perforator). Zur Nachsaat empfiehlt es sich eine geeignete Saatgutmischung zu verwenden, z.B. RSM 3.2 Nachsaat von GREENFIELD. Sehr gut bewährt hat sich hier die Mantelsaat (RSM 3.2 Nachsaat als Mantelsaat), bei der das Risiko beim Auflauf deutlich niedriger ist.

Top-Dressing:
Zur Herstellung der Ebenflächigkeit und zur Nährstoffverbesserung wird vor allem im Golfbereich (Grüns und Vorgrüns) ein Gemisch aus Sand, Torf, Erde und Dünger ausgebracht. Der Sand muß kalkfrei und auf die Körnung der vorhandenen Tragschicht abgestimmt sein. Bester Zeitpunkt hierfür ist der Herbst etwa bis Ende September. Vorausgehen sollte hier auch eine entsprechende Bodenbelüftung.

Mehr…

Wenn alle diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, sind weitreichendere Maßnahmen zur Regeneration notwendig.

Dies können sein:

  • Schlitzen
  • Schlitzdränung
  • Tiefenlockerung

Schlitzen:
Durch Schlitzen entstehen maschinell ca. 100 Schlitze/m², die in Abständen von etwa 8 cm, bis zu 10 cm tief, 10-15 cm lang und 1 cm breit sind. Im Umfeld der Schlitze entstehen Risse, die zur flächendeckenden Lockerung und Lüftung der Oberfläche führen. Es entstehen aber auch Unebenheiten, die durch Besanden und Einschleppen wieder beseitigt werden können.

Schlitzdränung:
Bei der Schlitzdränung werden mit einem speziellen Gerät Schlitze gefräst, die bis zum Dränsystem oder wasserdurchlässigeren Schichten reichen. Die Schlitze werden im gleichen Arbeitsgang mit durchlässigem Material (Sand, Lava, Blähton) verfüllt. Der Aushub muß entfernt werden. Breite, Abstand und Tiefe der Schlitze können variiert werden. Das Ziel ist eine bessere Durchlüftung des Bodens und eine schnellere Wasserabführung.

Tiefenlockerung:
Mit der Tiefenlockerung können Bodenverdichtungen und wasserundurchlässige Schichten im Bereich von 6-15 cm und noch darunter (bis zu 25 cm!) beseitigt werden. Mit speziellen Geräten werden Schlitze oder Löcher gebohrt, gleichzeitig wird das Umfeld gelockert. Die entstandenen Öffnungen werden mit durchlässigen Baustoffen verfüllt.

Welche Maßnahme wann nötig und sinnvoll ist, läßt sich nur vor Ort, aufgrund von Standort- und Bodenanalysen, entscheiden. Hier ist der Rat des Fachmanns gefragt. Nutzen Sie deshalb unseren Beratungsservice.

Weniger…