Greenfield, 06.08.2007
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Rasenerhaltung
Erhaltungs- und Regenerationsmaßnahmen auf Rasenflächen zur Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit und Ebenflächigkeit.
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- Vertikutieren
- Aerifizieren
-
Besanden
- Nachsaat
- Topdressing
Neben den herkömmlichen Pflegemaßnahmen wie Düngung, Schnitt und Beregnung, sind vor allem auf intensiv genutzten Rasenflächen zusätzliche Pflegemaßnahmen erforderlich, um auf Dauer eine optimale Funktionsfähigkeit zu erhalten. Geschieht dies nicht, können Oberflächenverdichtungen und Verfilzung des Rasens entstehen, was wiederum zu Störungen des Wasser- und Nährstoffhaushaltes führt, gesundes Rasenwachstum wird verhindert, Belastbarkeit, Narbendichte und Regenerationsfähigkeit gehen zurück, Verunkrautung und Krankheitsanfälligkeit nehmen zu.
Vertikutieren:
Zum Wachsen braucht Ihr Rasen Luft und
Licht. Da sich im Laufe der Zeit – insbesondere wenn das Schnittgut auf der
Fläche verbleibt – ein Rasenfilz aus lebendem und totem Pflanzengewebe
entwickelt, sollte dieser jedes Frühjahr entfernt werden. Beim Vertikutieren
wird der Rasenfilz an der Oberfläche aufgerissen, entfernt und breitblättriges
Unkraut und Moos werden dezimiert. Der Luft- und Wasserhaushalt wird verbessert,
die Aktivität der Bodenorganismen und damit der Filzabbau werden gefördert.
Rasensportplätze sollten wenigstens 1x im Jahr vertikutiert werden während der
Hauptwachstumszeit im April/ Mai. Vor dem Vertikutieren wird der Rasen kurz
gemäht. Nach dem Vertikutieren muß der Auswurf entfernt werden und es sollte
anschließend besandet und bei Bedarf nachgesät werden.
Aerifizieren:
Durch das Aerifizieren werden
Oberflächenverdichtungen beseitigt und der Wurzelraum wird belüftet. Mit
Hohlstachelgeräten werden Erdpfropfen bis zu 10 cm Tiefe ausgestochen, die
abgekehrt werden müssen. Anschließend wird die Fläche besandet und gedüngt. Bei
einer wirksamen Maßnahme sollten mindestens 200 Löcher/ m2 hergestellt.
Besanden:
Das Besanden mit scharf gewaschenem Sand
(Körnung 0/2 oder 0/3) hat als Einzelmaßnahme oder in Verbindung mit dem
Vertikutieren oder Aerifizieren folgende Vorteile:
• Unebenheiten werden ausgeglichen
• die Bodentextur wird verbessert durch
Vermischung bzw. Bodenaustausch
• der Boden wird durchlässiger
• die
Scherfestigkeit wird erhöht
Der Sand wird eingekehrt und eingeschleppt. Bis zu 5 l/m2 können je Gabe ausgebracht werden.
Nachsaat:
Wenn die Lücken in einer Rasenfläche zu groß
geworden sind und sich durch Regeneration nicht mehr schließen, oder wenn der
Gräserbestand durch wertvollere Arten und Zuchtsorten aufgefrischt werden soll,
ist die Nachsaat erforderlich. Die Nachsaat läßt sich am besten nach Maßnahmen
wie Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden durchführen. Es gibt aber auch
Methoden, in eine bestehende Rasenfläche ohne Vorarbeiten einzusäen (z.B.
Perforator). Zur Nachsaat empfiehlt es sich eine geeignete Saatgutmischung zu
verwenden, z.B. RSM 3.2 Nachsaat von GREENFIELD. Sehr gut bewährt hat sich hier
die Mantelsaat (RSM 3.2 Nachsaat als Mantelsaat), bei der das Risiko beim
Auflauf deutlich niedriger ist.
Top-Dressing:
Zur Herstellung der Ebenflächigkeit und zur
Nährstoffverbesserung wird vor allem im Golfbereich (Grüns und Vorgrüns) ein
Gemisch aus Sand, Torf, Erde und Dünger ausgebracht. Der Sand muß kalkfrei und
auf die Körnung der vorhandenen Tragschicht abgestimmt sein. Bester Zeitpunkt
hierfür ist der Herbst etwa bis Ende September. Vorausgehen sollte hier auch
eine entsprechende Bodenbelüftung.
Wenn alle diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, sind weitreichendere Maßnahmen zur Regeneration notwendig.
Dies können sein:
• Schlitzen
•
Schlitzdränung
• Tiefenlockerung
Schlitzen:
Durch Schlitzen entstehen maschinell ca. 100
Schlitze/m2, die in Abständen von etwa 8 cm, bis zu 10 cm tief, 10-15 cm lang
und 1 cm breit sind. Im Umfeld der Schlitze entstehen Risse, die zur
flächendeckenden Lockerung und Lüftung der Oberfläche führen. Es entstehen aber
auch Unebenheiten, die durch Besanden und Einschleppen wieder beseitigt werden
können.
Schlitzdränung:
Bei der Schlitzdränung werden mit einem
speziellen Gerät Schlitze gefräst, die bis zum Dränsystem oder
wasserdurchlässigeren Schichten reichen. Die Schlitze werden im gleichen
Arbeitsgang mit durchlässigem Material (Sand, Lava, Blähton) verfüllt. Der
Aushub muß entfernt werden. Breite, Abstand und Tiefe der Schlitze können
variiert werden. Das Ziel ist eine bessere Durchlüftung des Bodens und eine
schnellere Wasserabführung.
Tiefenlockerung:
Mit der Tiefenlockerung können
Bodenverdichtungen und wasserundurchlässige Schichten im Bereich von 6-15 cm und
noch darunter (bis zu 25 cm!) beseitigt werden. Mit speziellen Geräten werden
Schlitze oder Löcher gebohrt, gleichzeitig wird das Umfeld gelockert. Die
entstandenen Öffnungen werden mit durchlässigen Baustoffen verfüllt.
Welche Maßnahme wann nötig und sinnvoll ist, läßt sich nur vor Ort, aufgrund von Standort- und Bodenanalysen, entscheiden. Hier ist der Rat des Fachmanns gefragt. Nutzen Sie deshalb unseren Beratungsservice.
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